Motorische Ersatzoperationen (bei erworbenen Funktionsverlusten)

 

Unter motorischer Ersatzoperation versteht man in der Chirurgie eine Umlagerung von Muskeln oder Muskel-Sehnen-Einheiten an andere Muskelgruppen (sog. motorische Ersatzplastik). (aus Wikipedia)

Egal ob der Funktionsverlust des Muskels durch den Ausfall des steuernden Nerven entsteht (z.B. durch Schlaganfall) oder durch den Riß einer Sehne, die nicht mehr zu reparieren ist, das Umlenken eines funktionierenden Muskels oder einer funktionierenden Sehne auf diesen Schaden ist eine gut erprobte und durchgeführte Methode.                                             Hierbei wird die Sehne z. B. eines funktionsbeeinträchtigten Fingers an eine andere funktionstüchtige benachbarte Muskelgruppe (Indicis Proprius Plastik bei EPL-Ruptur) umgelagert. Somit wird seine Funktion wieder teilweise oder voll hergestellt.

Das Verfahren wird insbesondere bei Nervenverletzungen eingesetzt. Es gilt als ausgereift und sicher. Die ersten Ersatzoperationen wurden bereits im 19. Jahrhundert vorgenommen, erste Beschreibungen stammen von Tillaux(1869), Dupla (1876) und Carl Nicaldoni (1880).

Praxisklinik mit ambulantem OP-Zentrum